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Feministische Bücher / meine Top 3

July 1, 2019

Hey ho! Nein, es ist noch nicht Weihnachten, ich hatte nur einfach Lust das zu schreiben. Naja, anyway: Feminismus, Substantiv, maskulin (!) – 1. Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt (2.das Vorhandensein oder die Ausbildung weiblicher Geschlechtsmerkmale beim Mann oder bei einem männlichen Tier; Verweiblichung) = Wenn ich mich als Feministin bezeichne bedeutet das für mich NICHT das ich Männer (oder andrere nicht weiblich Menschen) hasse. Das wäre Diskriminierung und somit hirnverbrannt. Ebenfalls nicht auf meiner to – do Liste steht eine matriachale Geselschaft herbeizuführen, ebenso wenig wie die patriachalen Strukturen aufrechtzuerhalten. Okay dokey?

Book one: Schamlos/ Amina Bile, Nancy Herz, Sofia Nesrine Srour, Esra Røise

Story:
Drei junge Frauen – Muslimas, Bloggerinnen, Feministinnen – beziehen Position: Wie fühlt es sich an, ständig zwischen den Erwartungen ihrer Familien, ihrer kulturellen Identität und ihrem Selbstverständnis, als Jugendliche in einem westlichen Land zu leben, hin- und hergerissen zu sein? Sie haben Diskussionen angeregt, Tabu-Themen öffentlich gemacht und zahlreiche sehr persönliche Geschichten gesammelt. Dabei ist ein bemerkenswertes Buch entstanden, ein mutiges Buch.

Meinung:
Dieses Buch ist was der Titel verspricht, und auch so viel mehr. Das Adjektiv schamlos wird hierbei positiv gewertet. Wie kaum ein anderes Buch ist es knallhart und ehrlich, ohne unsensibel zu sein, greifen die drei (!) talentierten Autorinnen jedes Thema auf, das sonst absolutes Sperrgebiet ist. All das, in Kombination mit viel Wortwitz und einer eleganten und jungen Sprache, ergibt eine nahezu explosive Mischung. Neben wunderschönen Zeichnungen, die das Buch noch toller machen, als es sowieso schon ist, werden wahre Geschichten von anonym bleibenden Mädchen erzählt, die einem den Atem rauben. Wie kann es sein, dass in einer aufgeklärten Gesellschaft, wie unseren, so etwas passiert? Zu jeder dieser Storys wissen Nancy, Sophia und Amina ihre eigenen Erfahrungen zu beschreiben. Durch das ganze Buch zieht sich eine provozierende Abgeklärtheit, die einen (oder zumindest mich) immer wieder schockt. Nach der Lektüre fühlt man sich jedoch nicht beschämt oder deprimiert, im Gegenteil, man möchte am liebsten rausgehen, in die Welt, etwas verändern, damit es irgendwann wirklich für alle gleich ist. Außerdem hat man danach das nicht unangenehme Gefühl von Zuwachs des Intellekt und der Intelligenz. Aber keine Sorge, das verfliegt schon wieder (spätestens nach einer Folge Gossip Girl …). Verlag: Gabriel (Thienemann)/ 168 Seiten/ 15 €

Anmmerkung: Diesen Abschnitt habe von meinem alten Blog kopiert …

Book two: Spinster girls #1- #3 /Holly Bourne

Story: Wir sind stark, wir lassen uns nichts sagen und küssen trotzdem. Wir sind die Spinster Girls!Alles, was Evie will, ist normal zu sein. Und sie ist schon ziemlich nah dran, denn immerhin geht sie wieder zur Schule, auf Partys und hat sogar ein Date. Letzteres entpuppt sich zwar als absolutes Desaster, dafür aber lernt sie dadurch Amber und Lottie kennen, mit denen sie den Spinster Club gründet. Doch schafft sie es auch, mit ihren neuen Freundinnen über ihre Krankheit zu sprechen? ( was ist schon normal – #1 Spinster Girls /Holly Bourne)

Meinung: Die Geschichten von drei coolen, feministischen und bemerkenswerten jungen Mädchen wurden vermutlich noch nie so einfühlsam erzählt. Jedes der drei ist zu einem meiner Vorbilder geworden. Denn sie schlagen sich mit großen und scheinbar kleinen Schwierigkeiten durch den Alltag, aber bleiben taffer als Katniss Everdeen und Elizabeth Bennet zusammen. Im Gegensatz zu vielen anderen feminsitischen Bücher, die ich gelesen habe, ist das hier ein fiktiver Roman und keine Nacherzählung realer Ereignisse, wobei viele Elemente direkt aus dem Leben der Autorin und jedem anderen beliebigen Mädchen gegriffen worden sind.

Book three: How to be a girl /Julia Korbik

Story: Hast du dich schon mal gewundert, warum es Regeln gibt, die scheinbar nur für Mädchen gelten? Willst du gerne mehr über Bodyshaming, Selfcare und Gleichberechtigung erfahren? Findest du Mädchen und Frauen, die ihr eigenes Ding durchziehen, spannend? Dann bist du hier genau richtig! Mit Kurzporträts von historischen und aktuellen Vorbildern, Checklisten und Anleitungen (Wie erkenne ich alltäglichen Sexismus? Wie kann ich dem Konsum-Wahnsinn entkommen?) und Einblicke in die Welt der Jungen.

Meinung: „Das gehört sich nicht für ein Mädchen.“ „Mädchen können das nicht.“ „Hast du deine Tage, oder warum bist du so zickig?“ „Typisch Mädchen …“ „Du schreist ja wie ein Mädchen.“ „Wie dämlich!“ Stopp. Denkt doch mal darüber nach, bevor ihr so etwas sagt. Es nervt. Und es verletzt. Es gibt so viele Arten, ein Mädchen/eine Frau zu sein. Und jede findet ihren eigenen Weg. Und dabei gibt es kein richtig oder falsch. Wenn du dich mit dem Geschlecht Weiblich identifizierst, dann bist du es. Da gibt keine Bedingungen. Oder sollte es geben. Denn leider, leider leben wir in einer Geselschaft, die immer noch auf patriachalen Grundlagen beruht, und die es nicht gerne sieht, wenn Leute sich von der herrschenden Mehrheit abheben. Sei es wegen ihrem Geschlecht, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, ihrer Sexualität oder ihrem Intellekt. Dass das scheiße ist, muss ich hoffentlich nicht erklären. Wer diese Mechanismen aber wirklich verstehen und zerlegen will, der sollte dieses Buch lesen. Am besten sofort. Inspierende und wunderschön illustrierte Kurzporträts ergänzen aufschlussreiche Fließtexte, die mich auch jetzt, drei Wochen nach Beendigung der Lektüre, zum Nachdenken (und ab und zu auch zum Schmunzeln) bringen.

Anmerkung: Diese Rezension ist bereits auf meinem Blog erschienen

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